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ROCO V 188 a + b Doppel Lok mit zwei Faulhabermotoren

Umbauanleitung: 2 Faulhabermotore von SB Modellbau hier: Artikelnummer 4013

Dieser Umbau wird mit einem Decoder DHL161 = SLX 870 = Trix 66836 durchgeführt. Beide Faulhaber Motore benötigen nur jeweils 250 mA Strom zusammen also 500 mA bei einer Decoderleistung von 1A.
Es sind noch weitere Umbauten beschrieben mit einem Minitrix Motor unter Fortfall eines Motors und doppelten Haftreifenachsen auf dem motorisierten Lokteil, sowie mit zwei Minitrixmotoren kleiner Ausführung und auch mit einem Mashima Motor, der die meisten Leistungsreserven hat. Hier braucht man auch nur einen Motor, alle Haftreifen auf der Zuglok und Fortfall aller Zahnräder in der zweiten Lok.
Lok Einheit trennen durch Aushaken der stromführenden Verbindungsplatine. Kardanwelle herausziehen. Lokgehäuse durch Spreizen in der Mitte nach oben abziehen. Der Umbau links wie rechts ist vom Arbeitsablauf gleich. Das Abziehen der Lokgehäuse ist etwas mühsam da diese sehr stramm auf dem Fahrgestell sitzen. Daher vor dem Aufsetzen an der jeweiligen hinteren Kardanöffnung die obere Kante innen abschrägen.

Beide Lokhälften müssen total zerlegt werden, da für die SB Motoren etwas gefräst werden muss, alle Schrauben sind gleich. Also beginnen wir mit dem Abschrauben der Platine (1 Schraube), dann abschrauben der oberen Halteplatte (zwei Schrauben) Entnehmen des Motors, abschrauben der Achsabdeckung (3 Schrauben) alle Achsen entnehmen, Achslagerblende aus dem Fahrgestell ausrasten. Jetzt zuerst die gelben Zahnräder der beiden Mittelachsen kontrollieren. Fast immer sind diese 13 Zähne Zahnräder gerissen. Wenn ja, kann man die gelben Zahnräder entfernen und nutzt nur die erste und letzte Achse als Antrieb da die Lok sowieso auf Achse 1 und 4 steht. Dadurch hat man erheblich weniger Hemmung durch die entfernten Zahnräder und nutzt die mittleren Achsen nur zur Stromabnahme. In diesem Umbau wurde es so gemacht und die Lok läuft leichter bei gleicher Zugkraft.
Hier als Hilfe die Zahnradanordnung und die Achsanordnung.
Hier die Achsblenden mit den Stromabnehmerfedern. Beim Umbau einer gebrauchten V188 kann man davon ausgehen das die Radschleifer der beiden Mittelachsen eingeschliffen sind. In diesem Fall, und zur Verbesserung der Stromabnahme überhaupt lötet man auf die mittlere Verdickung der Feder je einen Stromabnehmer von Minitrix (für Beleuchtungsnachrüstung) der wie im Bild links einseitig beschnitten wird. Dadurch bekommt man eine 100% sichere Stromabnahme auf beiden Seiten. Wer noch etwas für die sichere Stromübertragung tun will der lässt die beiden Druckfedern in den schwarzen Kaminen weg und lötet je eine Litze blau und rot an die jeweilige Schleiferseite.
Hier nun die von SB mitgelieferte Fräszeichnung. Wichtig ist, die halbrunde Vertiefung tatsägchlich nur 0,5 mm tief zu fräsen, sonst kann es passieren, das das erste gelbe Zahnrad von links gesehen (Bild 2) sich nicht mehr drehen kann weil der zu tief sitzende Motor es blockiert.
Einfräsen der Vertiefung im Oberteil. Spannen kann man im Maschinenschraubstock, Fräsen zur Not auch mit Ständerbohrmaschine.
Beide Gehäuseteile sind gefräst und versäubert. Der Motor sitzt später vor dem linken roten Zahnrad was soeben noch zu sehen ist.
Der Motor ist eingeklebt. Ich klebe vor der Motorbefestigung noch je ein Stück Bleiplatte an die Seitenwände um den Spalt für den Zweikomponentenkleber zu verkleinern. Wichtig ist, das der Kleber nicht zu weit unter den Motor läuft und die Zahnräder mit verklebt. Die Motorachse links muss mit der Schneckenwelle fluchten trotzdem eine Kardanische Kupplung eingesetzt ist.
Die Deckplatte ist wieder aufgeschraubt. Durch die Löcher in der leergeräumten Platine legt man rechts die Motorlitzen und links die Schleiferlitzen nach oben. Ganz am rechten Rand der Deckplatte sieht man noch die zusätzlich eingefräste 2 mm breite und 0,6 mm tiefe Nut für die Litzen welche zum zweiten Motor hinten und zur Stromversorgung von hinten führen.
Auf der Platine des 1 Wagens in dem der Decoder sitzt werden 4 Löthilfspunkte aus Kupferblechresten aufgeklebt da es schwierig ist an die kleinen Lötpunkte des Decoders je zwei Litzen anzulöten.
Hier die hintere Lokhälfte mit Motor ohne Decoder. Man kann die Litzen nach Anlöten an Motor und Schleifern durch verlegen zur ersten Lokhälfte, ich habe ein Löthilfsplatinchen aufgeklebt und die Litzen getrennt. wichtig ist (im Bild rot) die Masseverbindung von rechtem Schleifer zur Birne.
Orange von Motor an orange Lötpunkt vordere Lokhälfte Decoderpin 1, grau von Motor an grau Lötpunkt Decoderpin 2, Masse blau an Masselötpunkt vordere Lokhälfte Decoderpin 4, Plus an Pluslötpunkt Decoderpin 3, Lampe hinten an Decoderpin 5 und Lampe vorn an Pin 6.
Noch einmal die Verdrahtung, mangels anderer Farben ist hier grau vom vorderen Motor und grau vom hinteren Motor vom Lötpunkt als grün an Pin 2 weitergeführt.
So sieht die fertige A-Lok aus. Zu beachten ist, das ein Fenstereinsatz aus dem Gehäuse herausgenommen wurde wegen der Wärmeeabfuhr des Decoders. Dies hat sich bei 45 Minuten Probelauf als unnötig herausgestellt, also habe ich beim nächsten Umbau nur auf dem Dach das schwarze Loch des Auspuff durchgebohrt.

Als letztes bleibt noch die Einstellung des Decoders. Adresse XX, Geschwindigkeit 6, Verzögerung 5, Impuls 4 (hier sollte man die erweiterten Kennwerte mit 00, 4, 2, 1, 2 auf Glockenankermotoren setzen) Halteabschnitte nach Beleiben.
Wichtig, die Kardanwelle zwischen beiden Lokhälften entfällt. Es wird nur die Platinenverbindung eingesetzt.
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