NACH OBENZURÜCK

VW Bus Rietze Automodell mit Maxonmotor und SX Decoder

Umbauanleitung: VW Bus in TT mit Antrieb auf beide Achsen mit SX Decoder und Licht vorne/hinten
Der Wagen wird vorsichtig auseinandergenommen.
Dazu mit Skalpell unter dem Rückfenster sowie vorne die Spitze des V leicht anheben und Ober- und Unterteil auseinanderziehen. Scheibeneinsatz herausnehmen sowie Fahrwerkboden komplett entfernen.
Vom Scheibeneinsatz bleibt nur die Frontscheibe mit Seitenscheiben, dieses Teil wird aus dem Scheibeneinsatz herausgeschnitten und eingeklebt. Die Heckscheibe erhält ein Stück Fenstefolie aus einem Hausbausatz welche auf innen aufgeklebt wird.

In die Dachwölbung wird nun ein Stück Walzblei eingepasst, Dicke 2 mm, nur bis zur Wagenmitte einkleben. Da der Wagen nur Vorderradantrieb hat, für beide Achsen ist der Maxonmotor mit zwei Wellen zu lang, soll alles Gewicht nur auf oder über der Vorderachse liegen damit die Hinterachse, welche durch die Stromabnehmer sowieso schon gebremst wird noch frei drehen kann. Wer das nicht beachtet hat einen Wagen mit laufenden Vorderrädern der aber nicht von der Stelle kommt.

Das Gehäuseunterteil wird wie im Bild links ausgeschnitten, die mittigen Stücke bleiben stehen und bekommen eine 0,5 mm Bohrung für die beiden Schleiffederlitzen. Vorne und hinten bleibt ein ca. 1 mm breiter Rand stehen mit dem der Wagenkasten später auf das fahrgestell geklebt werden kann.
Beide Lampenbohrungen werden mit einem 1,2 mm Bohrer aufgebohrt. Inne werden später zwei 0,8 mm SMD-LED's warmweiß hinter die Löcher geklebt.
Das Fahrgestell wird aus einem Stück Vollmessing Flachstab gefräst. Dabei den Messingstab so lang lassen, das er im Schraubstock eingespannt bleiben kann wärend alle Seiten befräst werden. Das Maß der Breite ergibt sich aus dem Radsatzinnenmaß minus 1mm pro Seite wo später die Schleiferfedern noch dazwischen passen müssen. Innen wird soweit ausgefräst, das der Maxonmotor (wenn er eingelegt wird) gerade noch 1/2 mm über der Hinterachse liegt. Bei diesem Umbau mußte ich nachträglich noch die mittige Bördelung wegfräsen weil mein Motor 2/10 mm zu tief eingeklebt war und die Hinterachse nicht mehr frei lief. Vorne wird ein Langloch für das Zahnrad gefräst und hinten wärde ich bei einem Neubau das rot umrahmte Teil auch noch weglassen wegen dem Hinterachsgewicht. Die Löcher für die Achsen werden entsprechen den Radausschnitten angezeichnet und mit 1 mm gebohrt. Die Achsen sind vom Schweizer Schienentraktor Arnold TmII Ersatzteilnummer 13 zwei Achsen mit Zahnrädern komplett. Der Maxonmotor von SB Modellbau wird hinten durch Abflexen des Gewindes und Abflexen der hinteren Welle (mit Diamantfräser) bearbeitet. Die Welle besteht aus Keramik. Vorn wird auf die 0,8 mm Welle eine halbe Schnecke der Roco V188 benutzt. Damit diese auf der Welle hält wird ein 1,2 mm Messingrohr mit Lötzinn gefällt und dann innen auf 0,8 mm aufgebohrt. Die Stromanschlüsse des Motors werden gekürzt und je eine orange und graue Litze angelötet. (besser ist 0,15 mm Kupferlackdraht)
Im Bild ist die vordere Schleiferfeder aus einem Stück Bavariafeder mit einer Litze versehen direkt auf den Messingblock aufgeklebt. Wie man im VORHERIGEN Bild sehen kann ist dazu seitlich am Rahmen ein 1/2 mm tiefes Stück aus jeder Seite bis kurz vor die Achsbohrungen herausgefräst damit die beiden Stromabnehmerfedern zwischen Rahmen und Rad passen. Auf der Plusseite wurde erst ein Stück Postkartenkarton als Isolierung auf das Messing geklebt und darauf erst die Plusfeder. Vorn kann der Andruck der Federn stark sein, hinten nur ganz leicht schleifend.
Motor aufgeklebt, beide Litzen je Seite werden verbunden und das Fahrgestell analog probegefahren.
Nachdem das Fahrgestell mit Motor probegelaufen ist wird der Wagenkasten von oben aufgesetzt, dabei beide Schleiferlitzen in die Löcher einfädeln. Hinter die Lampenlöcher werden die beiden SMD-LED's welche in reihe geschaltet sind, geklebt. Nun wird mit doppelklebeband der DHL050 auf den Motor geklebt und verdrahtet. Pin 1 Orange vom Motor. Pin 2 grau vom Motor, Pin 3 minus vom Schleifer links, Pin 4 Plus vom Schleifer rechts, Pin 5 LED minus und LED plus über einen 1K 1/10 Watt SMD-Widerstand an Pin 3.
Einstellung: Adresse XX, Höchstgeschwindigkeit 2, Anfahr- und Bremsverzögerung 2, Impuls 2 , Halteabschnitte nach Belieben.
Wenn jetzt beim Probelauf das Licht vorn brennt, die Lok aber Rückwärts fährt kann man dies softwaremäßig ändern, siehe Kennwerte einstellen unter Selectrix Tips, Kennwerte ändern.

Bei der Probefahrt stellte sich heraus das das Vorderrad noch Schlupf hatte und desshalb wurde ein Dachwerkzeugkasten (aus Blei) nötig um die Antriebsachse noch etwas zu beschweren. Dieser entfällt wenn das Messinggestell wie in Bild 3 hinten ausgefräst wird.
Betreffend VW Bus KLV20 habe ich folgende Erfahrung gemacht:

Erster Bau mit Rietze Bus (weil der sich gut zerlegen lässt) mit selbstgefrästem Unterteil, Stromabnahme von alle Rädern, leichte Rundung im Unterteil damit der runde Motor besser passt. Motor mit zwei Wellen, wobei wegen der Länge des Innenraumes und dem Radstand eine Welle abgeschnitten wurde, Schnecke rot von Roco V188 1/3 gekürzt, Radsatz 6,2 mm mit 1 mm Achsen, Zahnrad 13 Zähne Fleischmann. Dieser Umbau sah zwar schön aus, fuhr aber nicht gut denn durch den Antrieb auf nur eine Achse und Stromabnahme von allen Achsen war mehr Hemmung vorhanden als Vortrieb. Mit anderen Worten, die Antriebsachse drehte sich aber auf der Stelle. Auch ein Zusatzgewicht im zweiten Umbau über der Antriebsachse als Dachkoffer getarnt und Stromabnehmer aus 0,02 Fühlerlehrenband (besonders wenig Andruck) brachte keine befriedigenden Laufeigenschaften.

Dritter Umbau, diesmal mit einem TT VW Schienenbus brachte endlich ein hervorragendes Ergebnis. Beidseitige Stromabnahme ebenfalls mit Fühlerlehrenband aufgelötet einseitig auf einen Streifen Platinenmaterial 0,5mm dick 1mm breit und 10mm lang, andere Seite unisoliert direkt auf Messingunterteil seitlich aufgeklebt wobei der Andruck keine erhebliche Rolle spielt, gleicher Maxonmotor diesmal beidseitig mit je einer Hälfte der Rocoschnecke auf Buchsen (0,8 mm innen, 1,5 mm außen) Zahnräder aus Roco V188 13 Zähne gelb, Licht LED's weiß vorne, rot hinten und DHL050 SX Decoder direkt auf dem Motor ließ sogar seitlich noch Platz für etwas Walzblei.

Den Unterschied zum N Bus merkt man kaum, weil ich den Verdacht habe, das der Rietze Bus 1:170 ist. Aber die Fahreigenschaften sind traumhaft, jede Weiche, jede Doppelkreuzung wird langsam einwandfrei überfahren, (schnell fahren sie alle)

Fazit: Ich rate vom Rietzebus ab und zum TT Bus.
Video: VW-Bus auf der Schiene
Copyright Hinweis

Alle Texte, Bilder, Audio-Dateien und weitere hier veröffentlichte Daten, mit Ausnahme von anders gekennzeichneten Artikeln,
sind urheberrechtlich geschützt. Jede Reproduktion oder Wiedergabe des Ganzen oder von Teilen ist untersagt,
soweit sie nicht schriftlich genehmigt wurde.